Günther Stocker lehrt und forscht am Institut für Germanistik der Universität Wien. Seine Schwerpunkte in der Leseforschung liegen in der Analyse von Leseszenen in der Literatur ebenso wie in der Frage nach den Konsequenzen der Digitalisierung für das literarische Lesen. Er leitet gemeinsam mit dem Kommunikationswissenschaftler Hajo Boomgaarden das FWF-Projekt „Books on Screen. Zur Digitalisierung des Lesens“, das der Frage nach den Konsequenzen unterschiedlicher Lesemedien für die verschiedenen Dimensionen literarischer Erfahrung nachgeht und zu diesem Zweck eine Reihe von Laborexperimenten durchführt. Sein Hauptanliegen besteht darin, literaturwissenschaftliches Wissen mit Methoden und Theorien anderer Disziplinen zusammenzuführen, um ein tieferes Verständnis der Leseprozesse bei literarischen Texten zu erreichen und die vielfältigen Einflussfaktoren auf die Text-Leser*in-Interaktion exakter beschreiben zu können.

Ausgewählte Publikationen:

  • Stocker, Günther: Lost in a Book. Ein kurzer Streifzug durch die Literaturgeschichte des immersiven Lesens. In: Hron, Irina; Kita-Huber, Jadwiga; Schulte, Sanna (Hg.): Leseszenen. Poetologie – Geschichte – Medialität. Heidelberg: Winter 2020, S. 364-381.
  • Stocker, Günther: „Aufgewacht aus tiefem Lesen.“ Überlegungen zur Medialität des Bücherlesens im digitalen Zeitalter. In: Hans-Christian von Herrmann; Jeannie Moser (Hg.): Lesen. Ein Handapparat. Frankfurt/M.: Vittorio Klostermann 2015, S. 33-48.
  • Stocker, Günther: Vom Bücherlesen. Zur Darstellung des Lesens in der deutschsprachigen Literatur seit 1945. Heidelberg: Universitätsverlag Winter 2007.
  • Bruck, Peter A.; Stocker, Günther Die ganz normale Vielfältigkeit des Lesens. Zur Rezeption von Boulevardzeitungen. Münster: LIT-Verlag 1996 (2. Auflage 2002).